Berufsbild Sozialbetreuung

Österreichweites System "Sozialbetreuungsberufe"

Der Beruf  SozialbetreuerIn 

Ausbildung und Tätigkeitsbereiche der Sozialbetreuungsberufe (gesetzl. Grundlage)

Seit dem Jahr 2007 gibt es bundesweit einheitliche "Sozialbetreuungsberufe-Gesetze" der Länder, mit denen der Beruf SozialbetreuerIn definiert und anerkannt wird. Die davor bestehenden Ausbildungen für die Alten-, Behinderten- und Familienarbeit wurden damit zu einem neuen, einheitlichen und modularen System zusammengeführt. 

Der Ausbildungshöhe nach wird unterschieden zwischen

  • Fach-SozialbetreuerIn (2 Jahre Ausbildung) und
  • Diplom-SozialbetreuerIn (3 Jahre Ausbildung)

dem Ausbildungsschwerpunkt nach zwischen 

  • Altenarbeit (A)
  • Familienarbeit (F)
  • Behindertenarbeit (BA) und
  • Behindertenbegleitung (BB)

Die beiden Schwerpunkte Behindertenarbeit und Behindertenbegleitung werden an unserem Standort angeboten. 

Das gesamte System im Überblick

Der große Vorteil dieses neuen, einheitlichen Systems besteht darin, dass mit genau definierten Modulen (Ausbildungselementen) Berufsberechtigungen in einem benachbarten Tätigkeitsfeld erworben werden können, ohne dass nochmals eine komplette Ausbildung durchlaufen werden müsste. 

So ist es möglich, dass Studierende des Ausbildungsschwerpunktes "Behindertenarbeit" ein Modul "Altenarbeit" besuchen und so auch zu "Fach-SozialbetreuerInnen Altenarbeit" werden. 

Die Definition der Berufsbilder durch die Sozialbetreuungsberufe-Gesetze bringt einige Vorteile:

·         Etablierung, klare Positionierung und Aufwertung des Berufsstandes

·         Schutz der Berufsbezeichnung (nur entsprechend Ausgebildete dürfen sich so nennen)

·         Klar definierte Kompetenzen je nach Ausbildungsniveau und Ausbildungsschwerpunkt

·         Vorteile im Hinblick auf die Mobilität in der Europäischen Union (Recht auf Berufsanerkennung in den EU-Staaten)